Bewertung alte (bis 2004) Direktversicherung

Bei der alten (genauso wie bei der neuen) Direktversicherung erfolgt der Liquiditätsabfluss bereits in der Anwartschaftsphase und endet in der Regel mit dem Versorgungsfall.

Ihre Handhabung ist für das Unternehmen sehr einfach, da nur Beiträge zu zahlen sind und die darauf entfallende Lohnsteuer (ggf. pauschaliert) abzuführen ist. Ein Haftungsrisiko für den Arbeitgeber besteht im Normalfall praktisch nicht.

Ein weiterer Vorteil ist, dass für vorzeitig ausgeschiedene Arbeitnehmer kein Verwaltungsaufwand mehr entsteht.

Die besondere Attraktivität für den Arbeitnehmer liegt bei der alten Direktversicherung darin, dass die Beiträge bis zu bestimmten Höchstgrenzen pauschal versteuerbar sind, in diesen Grenzen keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen und er im Versorgungsfall einen steuerfreien Kapitalbetrag ausgezahlt bekommen kann. Diese Vorteile entfallen jedoch alle bei Inanspruchnahme der Riesterförderung.

Wegen der starken Begrenzung der pauschal versteuerbaren Beiträge eignet sich die alte Direktversicherung besonders bei einem begrenzten Leistungsbedarf oder als ergänzende Maßnahme zu anderen Durchführungswegen.

Für neue (ab 2005) Direktversicherungen ändern sich die Rahmenbedingen durch das Alterseinkünftegesetz wesentlich. Für bestehende Direktversicherungen ändert sich nichts.