Die versicherungförmigen Durchführungswege

Bei den versicherungsförmigen Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds zahlt das Unternehmen einen laufenden Beitrag an die Kasse. Im Gegenzug erwirbt der Mitarbeiter einen Rechtsanspruch auf Betriebsrente nach dem jeweiligen Leistungsplan gegen diese Kasse.

Die biometrischen Risiken, die mit einer Rentenzusage immer verbunden sind, werden vollständig von der jeweiligen Kasse übernommen. Die Verpflichtung des Unternehmens beschränkt sich praktisch auf die laufende Beitragszahlung, so dass auch keinerlei Auswirkungen auf die Bilanz des Unternehmens besteht. Die meisten der steuerrechtlichen Erfordernisse an eine GGF-Versorgung wie

können immer als erfüllt angesehen werden bzw. stellen sich erst gar nicht.

Die Beiträge nun stellen auch bei der für Gesellschafter-Geschäftsführer üblichen Arbeitgeberfinanzierung steuerlich Arbeitsentgelt dar und sind nur bis zu 4 % der jeweils gültigen BBG zzgl. 1.800 € von der Lohnsteuer befreit. Die hieraus zu erwartende Betriebsrente kann also nur eine Ergänzung zu anderen Rentenbausteinen sein, aber keine Vollversorgung.

Die versicherungsförmigen Durchführungswege bieten sich also immer dann an, wenn die bAV als Zusatzversorgung gedacht ist und die steuerrechtlichen Erfordernisse für eine Direktzusage nicht oder noch nicht erfüllt sind.