Auswirkungen auf die Handelsbilanz

Im Gegensatz zu den versicherungsförmigen Durchführungswegen und im Regelfall auch der Unterstützungskassenzusage, bei denen es keinen Niederschlag in der Bilanz gibt, ist bei einer Direktzusage bisher immer eine Pensionsrückstellung zu bilden und eine ggf. vorhandene Rückdeckung als Finanzanlage zu aktivieren.

Künftig ist gemäß BilMoG in der Handelsbilanz der Wert der Pensionsrückstellung mit dem Wert der hierfür gebildeten Rückdeckung zu saldieren, so dass bei einer kongruenten Rückdeckung kein Bilanzausweis der Pensionszusage mehr erfolgt. Dies setzt jedoch voraus, dass die Rückdeckung z.B. durch Verpfändung ausschließlich für die Erfüllung der Pensionsverpflichtung genutzt werden kann und einem möglichen Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist.

Ein wichtiger Einwand gegen die Direktzusage, nämlich die sog. Bilanzverlängerung durch Ausweis von Pensionsrückstellungen auf der einen Seite und Rückdeckungskapital auf der anderen Seite entfällt damit künftig.

Zu berücksichtigen ist allerdings, dass bei der Berechnung der Pensionsrückstellung in der Handelsbilanz - anders als in der Steuerbilanz - künftig der Marktzins anzusetzen ist, was zu einer deutlichen Erhöhung führt. Für bestehende Zusagen gibt es eine "Gleitregelung" über 15 Jahre.