Pensionsrückstellungen

Anders als bei den versicherungsförmigen Durchführungswegen, bei denen zur Erfüllung der Verpflichtungen laufende Beiträge gezahlt werden, die als Betriebsausgaben abzugsfähig sind, verbleibt die Verpflichtung aus der Pensionszusage im Unternehmen, auch wenn beispielsweise Beiträge in eine Rückdeckungsversicherung gezahlt werden.

Als Äquivalent für die Verpflichtung können Pensionsrückstellungen gebildet werden, die in der Steuerbilanz allerdings anders sind als in der Handelsbilanz gem. den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Die Höhe der Pensionsrückstellungen, der sog. Teilwert, entspricht dem notwendigen Kapital zum Bilanzstichtag, das für die Erfüllung der bereits erdienten Pensionsansprüche zumindest rechnerisch benötigt wird. Da es sich um künftige Ansprüche handelt, spielt der Zinssatz, mit dem künftige Ansprüche auf den Bilanzstichtag abgezinst werden, eine wichtige Rolle. Je höher der Zinssatz, desto geringer der Kapitalwert.

Die geltenden Steuervorschriften gehen unverändert von einem Zinssatz von 6 % aus, der gemessen am derzeitigen Zinsniveau zu hoch ist, so dass die steuerlich ansetzbaren Pensionsrückstellungen geringer sind als die finanzmathematisch eigentlich notwendigen Rückstellungen, wie sie in der Handelsbilanz auszuweisen sind. Hier geht man vom durchschnittlichen Marktzins bei einer Restlaufzeit von 15 Jahre aus, der aktuell deutlich unter 6 % liegt.

Hinzu kommt, dass die steuerlichen Rückstellungen für ab 1953 Geborene auf ein Renteneintrittsalter 66 Jahre und für ab 1962 Geborene sogar auf ein Renteneintrittsalter 67 zu berechnen sind, unabhängig davon, welches Rentenalter in der Zusage tatsächlich vereinbart wurde.