Bürgerentlastungsgesetz

Mit dem Bürgerentlastungsgesetz können alle Steuerpflichtigen die Beiträge zur Basiskranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe abziehen. Dies ist unabhängig davon, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist.

Auch die von der gesetzlichen Krankenversicherung erhobenen Zusatzbeiträge sind als Sonderausgaben absetzbar. Nicht absetzbar sind Prämien zu Wahltarifen. Erwirbt der Versicherte dem Grunde nach auch einen Krankengeldanspruch, dann ist der geleistete Beitrag pauschal um 4 % zu kürzen.

Auch bei Privatversicherten sind die Beitragsanteile, die auf Versicherungsleistungen entfallen, die in Art, Umfang und Höhe den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse vergleichbar sind, abzugsfähig. Berücksichtigt werden die Beiträge, die der Versicherungsnehmer für sich und für jede unterhaltsberechtigte Person leistet. Nicht absetzbar sind dagegen Beiträge, die über die Basisversorgung hinausgehen.

Übersteigen diese Beiträge den Höchstbetrag von 1.900 € bzw. 2.800 €, so sind alle anderen Vorsorgeaufwendungen vom Abzug ausgeschlossen.