Rentenanspruch

Der Rentenanspruch ist das Recht des Versicherten oder der Hinterbliebenen auf eine Rente vom Versicherungsträger. Aus diesem Stammrecht entstehen die monatlich wiederkehrenden Einzelansprüche. Der Rentenanspruch wird durch einen Rentenbescheid festgestellt.

Unterschieden werden die Rentenarten Altersrente, Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente.

Bis 2011 war als Regelaltersrente die Altersrente mit 65 Jahren vorgesehen. Bei vorzeitiger Inanspruchnahme kommt es unter Umständen zu Rentenabschlägen, die aber durch Beitragszahlungen ausgeglichen werden können. Grundsätzlich gilt: Für jeden Monat der Inanspruchnahme einer Altersrente vor Vollendung der Regelaltersgrenze mindert sich die Rente um 0,3 %.

Im Zeitraum von 2012 bis 2023 wird die Regelaltersgrenze schrittweise um jeweils einen Monat pro Jahr angehoben und in der Zeit von 2024 bis 2029 um jeweils zwei Monate pro Jahr. Ab dem Jahrgang 1964 gilt dann für alle: Rente erst mit 67 Jahren. Eine Ausnahme gibt es nur für besonders langjährig Versicherte mit 45 Beitragsjahren. Für sie gibt es nach wie vor die Regelaltersrente mit 65 Jahren.

Auch die Möglichkeit der vorzeitigen Inanspruchnahme wird schrittweise angepasst. Ab dem Jahrgang 1964 ist dies frühestens mit 63 Jahren unter Rentenabschlägen möglich.