Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaften als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung schützen alle abhängig Beschäftigten vor den Folgen eines Arbeitsunfalls und einer Berufskrankheit, wobei auch Wegeunfälle als Arbeitsunfälle gelten. Selbstständige können ebenfalls freiwillig Mitglied einer Berufsgenossenschaft werden, wobei bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise die Landwirte auch Pflichtmitglieder sind. Weiterhin gehören alle Schüler und Studenten und auch Arbeitssuchende zum Kreis der Versicherten. Beamte sind nicht Mitglied der Unfallversicherung, erhalten aber Unfallfürsorge.

In allen Fällen, in denen kein ursächlicher Zusammenhang mit der Berufstätigkeit besteht, sind die Berufsgenossenschaften nicht zuständig und folglich leistungsfrei, wobei der Begriff der Berufskrankheit sehr eng gefasst ist.
Eine Krankheit wird nur dann als Berufskrankheit anerkannt, wenn der Grund der Erkrankung zweifelsfrei und ausschließlich in einer besonderen Belastung mit gesundheitsschädlichen Stoffen oder Arbeitsgeräten steht.

Es gibt eine von der Bundesregierung durch Rechtsverordnung erlassene Liste der anerkannten Berufskrankheiten, in der die Krankheiten und für die Anerkennung zugelassenen Ursachen verzeichnet sind.  

Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung besteht bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 %. Bemessungsgrundlage für die Rente ist das Jahreseinkommen der letzten 12 Monate von Eintritt des Versicherungsfalls. Bei vollständigem Verlust der Erwerbsfähigkeit beträgt die Rente dann zwei Drittel dieser Bemessungsgrundlage. Bei teilweiser Minderung der Erwerbsfähigkeit entspricht die Höhe der Rente dem Grad der Minderung.

Die Unfallrente ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Zusätzlich zur Unfallrente besteht ggf. ein weiterer Anspruch auf Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Treffen Unfallrente und Erwerbsminderungsrente zusammen, wird die Erwerbsminderungsrente ggf. gekürzt.