Erwerbsminderung / Berufsunfähigkeit

Alle Arbeitnehmer sind von Gesetzes wegen Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung. Angehörige bestimmter Berufe sind von der Mitgliedschaft befreit, wenn sie statt dessen in einem vergleichbaren Versorgungswerk abgesichert sind. Im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung besteht nun auch Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente und bei Älteren auch noch auf eine Berufsunfähigkeitsrente.

Erwerbsminderung

Es wird unterschieden zwischen der vollen Erwerbsminderung und der teilweisen Erwerbsminderung. Teilweise erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 6 Stunden täglich erwerbstätig zu sein.
Volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn eine Erwerbstätigkeit von mindestens 3 Stunden täglich nicht möglich ist. Wer mindestens 6 Stunden täglich arbeiten kann, gilt als nicht erwerbsgemindert.

Wer seinen erlernten oder ausgeübten Beruf wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr weiter ausüben kann, gilt deshalb noch nicht als erwerbsgemindert. Erst wenn auch kein beliebiger anderer Beruf mehr entsprechend ausgeübt werden kann, liegt Erwerbsminderung vor. 

Berufsunfähigkeit

Bis Ende 2000 gab es eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit oder wegen Berufsunfähigkeit. Ab dem 1.1.2001 gibt es nur noch die Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung. Für alle, die bei Inkrafttreten des Gesetzes mindestens 40 Jahre alt waren, also vor dem 2.1.1961 geboren wurden, gilt Vertrauensschutz. Sie erhalten im Fall der Berufsunfähigkeit die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.

Definition Erwerbsminderung
voll erwerbsgemindertteils erwerbsgemindertnicht erwerbsgemindert

Voll erwerbsgemindert sind
Versicherte, die wegen
Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare
Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 3 Stunden täglich
erwerbstätig zu sein. 

Teilweise erwerbsgemindert
sind Versicherte,
die wegen Krankheit oder
Behinderung auf nicht
absehbare Zeit außerstande
sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 6 Stunden täglich erwerbstätig zu sein.
Nicht erwerbsgemindert sind Versicherte, die täglich mindestens 6 Stunden arbeiten können.