Antragsmodelle

Für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es das so genannte Antragsmodell und das Invitatiomodell.

Beim Antragsmodell muss der Versicherer dem künftigen Versicherungsnehmer zunächst alle nach dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) erforderlichen Unterlagen, also alle Vertragsbestimmungen, aushändigen. Danach erst stellt der künftige Versicherungsnehmer seinen verbindlichen Versicherungsantrag, der dann vom Versicherer angenommen oder auch abgelehnt wird.

Im Gegensatz dazu steht das Invitatiomodell, bei dem der Versicherungsnehmer einen Antrag stellt, ohne dass ihm die notwendigen Unterlagen vorliegen. Dieser Antrag ist mithin noch nicht bindend. Der Versicherer prüft und übersendet dem Versicherungsnehmer seinerseits ein verbindliches Angebot in Form einer Police mit allen Unterlagen, das der Versicherungsnehmer dann durch eine Erklärung oder einfach durch die Bezahlung des ersten Beitrages annimmt.

Der wichtigste Unterschied zwischen den Modellen liegt also darin, wer als erster dem jeweils anderen ein verbindliches Angebot macht. Beim Invitatiomodell kann es also zu keiner Ablehnung eines Antrages durch den Versicherer kommen.