Überschüsse

Die Berufsunfähigkeitsrente muss so kalkuliert sein, dass auch im ungünstigen Fall die Ansprüche aller Versicherten aus dem Beitragsaufkommen der Gemeinschaft finanziert werden können. Bei günstigem Verlauf entstehen daher versicherungstechnische Überschüsse und ggf. Zinserträge. Diese Überschüsse kommen den Versicherten zu Gute, wobei es sehr unterschiedliche Modelle der Überschussverwendung gibt.

Sofortrabatt

Beim Sofortrabatt werden die Überschüsse sofort mit den fälligen Beiträgen verrechnet. Die Tarifbeiträge verringern sich dadurch erheblich, so dass der Zahlbeitrag deutlich geringer ist oder bei gleichem Zahlbeitrag eine deutlich höhere garantierte Rente möglich ist. Da die Überschüsse nicht garantiert sind, kann auch der Zahlbeitrag im Laufe der Zeit schwanken.

Bonusrente

Bei der Bonusrente ist der Tarifbeitrag gleich dem Zahlbeitrag. Die Überschüsse werden zur Erhöhung der Rente verwendet, so dass die tatsächliche Berufsunfähigkeitsrente deutlich höher ausfällt als die garantierte Rente. Auch die Bonusrente ist nicht garantiert, da auch die Überschüsse nicht garantiert sind.

Verzinsliche Ansammlung

Bei der verzinslichen Ansammlung werden die Überschüsse weder zur Reduzierung des Zahlbeitrages noch zur direkten Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente verwendet, sondern angesammelt. Bei Vertragsende, gleich ob durch Erreichen des Endalters oder vorzeitige Kündigung oder im Fall des Eintritts der Berufsunfähigkeit stehen die angesammelten Überschüsse samt Zinsen zur Verfügung. Das angesammelte Kapital wird dann ausgezahlt oder dient im Leistungsfall der Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente.