Zuschläge und Ausschlüsse

Vorerkrankungen und auch Behinderungen müssen bei der Kalkulation besonders bewertet werden, da sie eine Erhöhung der zu erwartenden Leistungen bedingen.

Um dieser Risikoerhöhung gerecht zu werden, kann der Versicherer einen dem erhöhten Risiko entsprechenden Beitragszuschlag erheben oder bestimmte Leistungen ausschließen.

Bei nicht schwerwiegenden Vorerkrankungen wie leichtem Bluthochdruck wird üblicherweise ein Risikozuschlag vereinbart, der nach Ausheilung auch wieder entfallen kann.

Bei schwerwiegenden Vorerkrankungen wie Diabetes werden dagegen alle Leistungen im Zusammenhang mit dieser Krankheit, also auch hierauf beruhende Folgeerkrankungen oder Leistungen einer Krankentagegeldversicherung, ausgeschlossen oder der Versicherungsschutz komplett abgelehnt.

Bei der Vereinbarung von Ausschlüssen ist zu berücksichtigen, dass die Krankenversicherung nur dann der gesetzlichen Versicherungspflicht genügt, wenn die Belastungen des Versicherten durch die Ausschlüsse für ambulante und stationäre Behandlungen die gesetzliche Grenze nicht überschreiten. Im Zweifelsfall muss auf den Basistarif ausgewichen werden.