Beitragspflichtige Einnahmen

Der zu zahlende Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung ergibt sich als Prozentsatz aus den beitragspflichtigen Einnahmen. Die Obergrenze bildet jedoch immer die Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung, die in ganz Deutschland einheitlich ist (nicht zu verwechseln mit der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung).

Bei Pflichtmitgliedern, im wesentlichen also den sozialversicherungspflichtig Arbeitnehmern, bemessen sich die beitragspflichtigen Einnahmen ausschließlich nach dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitseinkommen. Andere Einnahmen wie beispielsweise Einkünfte aus Kapitalvermögen oder aus Vermietung sind nicht beitragspflichtig. Bei Arbeitnehmern, die wegen des Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze freiwilliges Mitglied sind, liegt das Arbeitseinkommen ohnedies über der Beitragsbemessungsgrenze, so dass sie den Höchstbeitrag zahlen.

Bei freiwilligen Mitgliedern der GKV - also insbesondere den Selbstständigen aber ggf. auch Rentner - zählen alle Einkünfte zu den beitragspflichtigen Einnahmen. Neben den Einkünften aus der selbstständigen Tätigkeit gehören also auch Einkünfte aus Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung, private wie gesetzliche Renten, Unterhaltszahlungen und so weiter dazu. Grundsätzlich gehen die Krankenkassen hier davon aus, dass der Höchstbeitrag zu zahlen ist. Weist der Selbstständige durch seinen Steuerbescheid ein niedrigeres Gesamteinkommen nach, so reduzieren sich die beitragspflichtigen Einnahmen entsprechend. Es gibt jedoch einen Mindestbeitrag.

Rentner, die eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen, sind im Normalfall Pflichtmitglied in der Krankenversicherung der Rentner. Alle Renten, die sich aus der früheren Berufstätigkeit herleiten, also die gesetzliche Rente und Betriebsrenten, zählen hier zu den beitragspflichtigen Einnahmen. Andere Renten, wie beispielsweise private Rente, Riesterrente oder Basisrente, zählen ebenso wenig dazu, wie alle sonstigen Einkünfte.

Beitragspflichtige Einnahmen:

Arbeitnehmer = Arbeitseinkommen
Rentner = gesetzliche Rente + Betriebsrente
Freiwillige GKV-Mitglieder = Gesamteinkünfte

Obergrenze: Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung = 52.200 EUR / Jahr in 2017