Beitragssätze

Für die gesetzliche Krankenversicherung gilt seit Einführung des Gesundheitsfonds ein einheitlicher und kassenunabhängiger Beitragssatz, der sogenannte allgemeine Beitragssatz.

Für alle in der GKV versicherten Arbeitnehmer gilt, dass der allgemeine Beitragssatz je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu tragen ist. Der Gesamtbeitrag für die Krankenversicherung wird im Lohnabzugsverfahren direkt vom Arbeitgeber einbehalten und an die Krankenkasse abgeführt.

Für Arbeitnehmer, die wegen des Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze freiwilliges Mitglied sind, gelten die gleichen Regelungen.

Selbstständige, die freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung sind, können zwischen dem reduzierten Beitragssatz ohne Anspruch auf Krankengeld oder dem allgemeinen Beitragssatz mit Anspruch auf Krankengeld wählen. Anspruch auf Krankengeld ist natürlich nur möglich, soweit Einkünfte aus Erwerbstätigkeit erzielt werden. Selbstständige müssen selbstverständlich den kompletten Beitrag selber zahlen.

Für die in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner Versicherten gilt der allgemeine Beitragssatz, obwohl Rentner natürlich keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Die Aufteilung des Beitrages zwischen Rentner und gesetzlicher Rentenversicherung ist die gleiche wie zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Für Renten aus der betrieblichen Altersversorgung liegt die Beitragspflicht allerdings ausschließlich beim Rentner, der den vollen Beitragssatz alleine zahlen muss. 

Beitragssätze in 2017:

Allgemeiner Beitragssatz = 14,6%
Anteil Arbeitnehmer = 7,3%; Anteil Arbeitgeber = 7,3%
Anteil Rentner = 7,3%; Anteil Rentenversicherung = 7,3%
Anteil Rentner bei Betriebsrenten = 14,6%

Reduzierter Beitragssatz ohne Krankengeldanspruch nur für Selbstständige = 14,0%