Äquivalenzprinzip

Die Beiträge sind so zu kalkulieren, dass sie während der gesamten Laufzeit des Vertrages, also vom Versicherungsbeginn bis zum Tod des Versicherten konstant sind. Die prognostizierten Ausgaben sind selbstverständlich nicht gleich verteilt, sondern steigen mit dem Alter an. Um Äquivalenz zu erreichen, müssen die Barwerte der Beiträge und der prognostizierten Ausgaben gleich sein. Der Barwert wird ermittelt, indem die Zahlungen jeweils mittels eines Rechnungszinses auf den Versicherungsbeginn abgezinst werden.

Entscheidende Grundlage für die Prognose sind die Lebenserwartung und der Gesundheitszustand bei Eintritt des Versicherten. Eine zuverlässige Prognose kann natürlich niemals für eine einzelne Person erfolgen, sondern nur als Durchschnittswert für eine Gruppe mit gleichwertigen Voraussetzungen. Für die Beitragskalkulation werden daher alle Personen mit gleichem Versicherungseintrittsalter und vergleichbarem Gesundheitszustand beim Versicherungseintritt zu einer Risikogruppe zusammengefasst. Eine weitere Differenzierung nach Geschlecht wäre zwar sachlich gerechtfertigt, aber seit 2012 nicht mehr zulässig.