Beitragsanpassung

Die Beiträge einer privaten Krankheitskostenvollversicherung müssen zwingend nach Art einer Lebensversicherung kalkuliert sein und eine Beitragsanpassung wegen des fortschreitenden Alters des Versicherten ist ausgeschlossen.

Die wichtigsten Kalkulationsgrundlagen, also die kalkulierten Kopfschäden und die Sterblichkeitsrate können sich jedoch im Laufe der Zeit erheblich ändern, denn die Vertragslaufzeit dauert in der Regel mehrere Jahrzehnte.

Um die dauerhafte Leistungsfähigkeit zu sichern, muss der Krankenversicherer jährlich die kalkulierten mit den erforderlichen Versicherungsleistungen vergleichen. Tritt eine nicht nur vorübergehende Diskrepanz von mehr als 10 % auf, so muss die Versicherung die Beiträge prüfen und die sich ergebende Änderung dem Treuhänder zur Genehmigung vorlegen. Eine Anpassung kann auch den vereinbarten Selbstbehalt und eventuelle Risikozuschläge betreffen. Statt der gesetzlichen Schwelle von 10 % kann in den Versicherungsbedingungen auch eine niedrigere Schwelle festgelegt werden.

Ebenso ist eine jährliche Überprüfung der Sterbewahrscheinlichkeiten vorzunehmen und eine Beitragsanpassung erforderlich, wenn eine Diskrepanz von mindestens 5 % vorliegt. 

Keine Anpassung wegen der Alterung des Versicherten

Anpassungsmöglichkeit aber, wenn
   • sog. Kopfschäden (Krankheitskosten) steigen
   • Sterbewahrscheinlichkeit sich ändert