Beitragsbestandteile

Die Beitragskalkulation zur PKV ist in der Kalkulationsverordnung geregelt.

Der Beitrag setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Kernbestandteil ist natürlich der Risikobeitrag, der zur Deckung der voraussichtlichen laufenden Krankheitskosten, den sogenannten Kopfschäden, benötigt wird und die originären Alterungsrückstellungen, die dem Ausgleich zwischen den zu Anfang geringen und später hohen Kopfschäden dient. Diese beiden Bestandteile bilden die Nettoprämie.

Hinzu kommen dann Abschluss-, Schadenregulierungs- und Verwaltungskosten sowie ein Sicherheitszuschlag für steigende Krankheitskosten. Weiterhin erfolgt ein Zuschlag für die sogenannten erfolgsunabhängigen Beitragsrückerstattungen, also den Beitragsrückerstattungen, die ein Versicherter erhält, wenn er im Beitragsjahr keine Leistungen in Anspruch nimmt.

Auf den so gebildeten Bruttobeitrag kommt dann nochmals der gesetzliche Zuschlag von 10 Prozent, der der Alterungsrückstellung zugeführt wird.

Kalkulationsverordnung - KalV

(Verordnung über die versicherungsmathematischen Methoden zur Prämienkalkulation und zur Berechnung der Alterungsrückstellung in der privaten Krankenversicherung)

Risikobeitrag (für Kopfschäden im laufenden Versicherungsjahr)
+ Altersrückstellungen (Ausgleich für steigende Kopfschäden mit zunehmendem Alter)
Nettoprämie
+ Abschlusskosten
+ Schadenregulierungskosten
+ Verwaltungskosten
+ Sicherheitszuschlag (für steigende Krankheitskosten)
+ Zuschlag (für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen)
Bruttoprämie
+ gesetzlicher Zuschlag 10% (zusätzliche Alterungsrückstellungen)
Gesamtprämie