Steuerliche Aspekte

Die Kosten einer Basiskranken- und Pflegeversicherung sind steuerfrei.

Die Basisversorgung umfasst den Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung mit Ausnahme des Krankengeldes und den Versicherungsschutz der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Als sonstige Vorsorgeaufwendungen können mithin immer die regulären Beiträge zur GKV und auch die Zusatzbeiträge, soweit die jeweilige Kasse diese erhebt, geltend gemacht werden. Hiervon abzuziehen sind jedoch der steuerfreie Arbeitgeberzuschuss und der Anteil, der auf die Finanzierung des Krankengeldes entfällt, sofern Anspruch auf Krankengeld besteht.

Für die private Kranken- und Pflegeversicherung gelten die gleichen steuerlichen Grundsätze wie bei der GKV. Da abgesehen vom Basistarif die Leistungen normalerweise höher sind als die Basisversorgung sprich gesetzliche Krankenkasse, sind die Beiträge nur anteilig berücksichtigungsfähig.

Welcher Prozentsatz des Beitrages berücksichtigungsfähig ist, regelt die Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung, kurz KVBEVO, die eine konkrete Berechnungsformel beinhaltet.

Auch bei der PKV wird ein Arbeitgeberzuschuss ebenso abgezogen wie eine im Kalenderjahr gezahlte Beitragsrückerstattung. Beiträge für eine Krankentagegeldversicherung bleiben gänzlich unberücksichtigt.

Nicht erstattete Krankheitskosten – insbesondere eine vereinbarter Selbstbeteiligung – können nur als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Dies gilt aber nur, wenn die zumutbare Eigenbelastung, die zwischen 1% und 7 % des Jahreseinkommens (abhängig von Kinderzahl und Höhe des Einkommens) liegt, überschritten wird.