Wahltarife und sonstige Leistungen

Neben der ambulanten, stationären und zahnärztlichen Behandlung gehören zu den Gesundheitsleistungen der GKV auch beispielsweise

  • Maßnahmen zur Krankheitsverhütung wie Impfungen
  • Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten wie Vorsorgeuntersuchungen
  • Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft
  • Versorgung mit Arzneimitteln
  • Versorgung mit Hilfsmitteln wie Hörgerät, Prothese oder Rollstuhl
  • Häusliche Krankenpflege
  • Rehabilitationsmaßnahmen
  • Palleativversorgung und
  • Psychotherapeutische Behandlung.

Zum Teil besteht hier jedoch eine Zuzahlungspflicht des Versicherten, wie etwa bei Arzneimitteln.

Grundsätzlich ist es für GKV-Versicherte auch möglich, statt der Inanspruchnahme von Sachleistungen eine Kostenerstattung zu erhalten. In diesem Fall rechnet der Versicherte mit dem Arzt in gleicher Weise ab wie ein Privatpatient und erhält von der Krankenkasse die Kosten erstattet, die die Krankenkasse für die entsprechenden Sachleistungen hätte aufwenden müssen. Dabei kann die Krankenkasse bis zu 5 % des Erstattungsbetrages als Kostenpauschale einbehalten. Daneben ist auch eine Kostenerstattung im Einzelfall bei sogenanntem Systemversagen möglich, wenn also die notwendige Sachleistung nicht angeboten werden kann.

Im Rahmen des Wettbewerbsstärkungsgesetzes, kurz GKV-WSG, hat der Gesetzgeber auch sogenannte Wahltarife innerhalb der GKV zugelassen. Zu nennen sind beispielsweise der Wahltarif Selbstbehalt (Zuzahlung im Krankheitsfall und Rückerstattung bei Leistungsfreiheit), Hausarztprinzip oder Kostenübernahme auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel.