Rechtsgrundlage PKV

Als Alternative zum System der gesetzlichen Krankenkassen existiert in Deutschland das System der privaten Krankenversicherer, kurz PKV genannt. Rechtsgrundlage bildet das Versicherungsvertragsgesetz, kurz VVG. Anders als in der GKV sind innerhalb des Rahmens, den das VVG setzt, die vereinbarten Leistungen, Leistungsbedingungen und Leistungseinschränkungen sowie Beiträge frei zu vereinbaren. Als Grundlage dienen in der Regel die Musterbedingungen des Verbandes für die Krankheitskostenversicherung, kurz MB KK genannt. Eine weitere Konkretisierung des Versicherungsvertrages erfolgt dann durch die Bedingungen des gewählten Tarifes und die im Detail beschriebenen Tarifleistungen.

Die Versicherten teilen sich auf in die Gruppe der

  • Krankheitskostenvollversicherten, die also nicht Mitglied der GKV sind,
  • Beihilfeberechtigten, die auch nicht Mitglied der GKV sind, aber einen Teil der Krankheitskosten nach dem Beihilfesystem des Staates erhalten,
  • Anwartschaftsversicherten, die aktuell keinen Leistungsanspruch gegen die Krankenversicherung haben, die sich aber den Anspruch auf Rückkehr in die Vollversicherung erhalten,
  • Krankheitskostenzusatzversicherten, die eine andere Grundversorgung erhalten, also beispielsweise als GKV-Pflichtversicherte.