Fördervoraussetzung

Förder-Voraussetzungen für eine Pflegezusatzversicherung “Pflege-Bahr”
Anforderungen an den Versicherer bzw. Vertrag

  • Kontrahierungszwang
    Jeder, der noch keine Leistungen wegen Pflegebedürftigkeit bezieht oder bezogen hat, muss unabhängig von seinem Gesundheitszustand aufgenommen werden. Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse sind nicht erlaubt.
  • Abschluss- und Verwaltungskosten
    Die Abschlusskosten dürfen nicht höher als 2 Monatsbeiträge sein und Verwaltungskosten nicht höher als 10 Prozent der Bruttoprämie.
  • Kündigungsverzicht
    Der Versicherer muss auf das Recht zur ordentlichen Kündigung des Vertrages verzichten.
  • Leistungsbeginn
    Das vereinbarte Zusatzpflegegeld muss gezahlt werden, sobald die gesetzliche oder private Pflegeversicherung die Pflegebedürftigkeit anerkannt hat.
  • Wartezeit
    Die Wartezeit darf maximal 5 Jahre betragen
  • Mindesthöhe des monatlichen Pflegegeldes
    In Pflegegrad 5 mindestens 600,- EUR
    In Pflegegrad 4 mindestens 40 % des Betrages von Pflegegrad 5
    In Pflegegrad 3 mindestens 30 % des Betrages von Pflegegrad 5 
    In Pflegegrad 2 mindestens 20 % des Betrages von Pflegegrad 5
    In Pflegegrad 1 mindestens 10 % des Betrages von Pflegegrad 5 
  • Ruhenlassen des Vertrages
    Wurde für den Versicherungsnehmer die Hilfebedürftigkeit nach SGB II oder XII festgestellt, so hat er das Recht, den Vertrag bis zu 3 Jahren beitragsfrei ruhen zu lassen.

Anforderungen an den Versicherten für den Vertragsabschluss

  1. Mindestalter von 18 Jahren
  2. Mitgliedschaft in der gesetzlichen oder einer privaten Pflegeversicherung
  3. Kein aktueller oder früherer Bezug von Leistungen wegen Pflegebedürftigkeit (die reine Beantragung ist unschädlich)
  4. Eigener Versicherungsbeitrag von jährlich mindestens 120,- EUR
  5. Wohnsitz in Deutschland; Bei Verlegung des Wohnsitzes ins europäische Ausland besteht die Fortführungsmöglichkeit der Zusatzversicherung, wenn die gesetzliche oder private Pflegeversicherung fortbesteht. Ansonsten besteht das Recht auf Umwandlung in eine Anwartschaftsversicherung.