Leitungswasserschäden

Ein Wohnhaus ist mit vielen Wasserleitungen durchzogen. Ob es die Kaltwasserleitung ist, die in Küche, Bäder und Toiletten verlegt ist, die Warmwasserleitung, die zentral von der Heizung aus Dusche und Küche versorgt oder die Warmwasserheizung, die in jeden Raum verlegt ist.

Bricht hier ein Rohr, so kann in kürzester Zeit sehr viel Wasser austreten und einen verheerenden Schaden auch an der Substanz des Gebäudes anrichten.

Diese Folgeschäden werden von der Versicherung übernommen, wenn sie durch „nicht bestimmungsgemäß ausgetretenes Wasser aus Zu- und Ableitungsrohren“ entstanden ist.

Neben den Folgeschäden, die im Regelfall den größten Teil ausmachen, kommt die Versicherung aber auch für den Schaden an der Leitung selber – also den eigentlichen Rohrbruch - auf.

auf die Police kommt es an

Auf welche Leitungen sich der Versicherungsschutz erstreckt, ist von Versicherungspolice zu Versicherungspolice durchaus unterschiedlich. Man unterscheidet zwischen:

  • Leitungen im Gebäude selber (immer versichert)
  • Leitungen auf dem versicherten Grundstück, wozu auch die Leitungen unter dem Gebäude zwischen dem Fundament gehören (nicht immer eingeschlossen)
  • Leitungen auf fremdem Grundstück, die aber der Versorgung des versicherten Gebäudes dienen und die vom Eigentümer des Gebäudes unterhalten werden müssen, also insbesondere die Abwasserleitungen bis zum öffentlichen Kanal (oft nur gegen Aufschlag versichert oder gar nicht versichert)

Selbstverständlich nicht versichert ist Verschleiß (z.B. Undichtigkeit der Abwasserleitungen durch Versatz der Rohre im Gegensatz zum Bruch) und grob fahrlässig verursachte Schäden (z.B. Frostschäden in leerstehenden, nicht beheizten Gebäuden).